7. Nassauer Dialog am 27. Oktober 2023

Grußwort von Herrn Dr. Josef Peter Mertes / Stellvertretender Vorsitzender der G. u. I. Leifheit-Stiftung

Sehr geehrte Anwesende,

„Dieses große Volk wird genau so weiter aushalten wie bisher, es wird wieder aufblühen und wird gedeihen. So lassen Sie mich denn als Allererstes meine feste Überzeugung bekunden, dass das Einzige, was wir zu fürchten haben, die Furcht selbst ist – die namenlose, blinde, sinnlose Angst, die die Anstrengungen lähmt, deren es bedarf, um den Rückzug in einen Vormarsch umzuwandeln.

Diesen Auszug aus der Antrittsrede des US-Präsidenten Franklin Delano Roosevelt aus dem Jahr 1933, in der er vor der Furcht warnt, die lähmend auf die Gesellschaft und Wirtschaft wirkt, habe ich für mein Grußwort gewählt, weil wir derzeit in ähnlich schwierigen Zeiten leben – und dies in vielerlei Hinsicht. Es gilt daher immer wieder Mut zu machen und ohne Furcht zu agieren. Es gab in der Tat schon schwieriger Situationen für die Menschen in Deutschland und Europa– und sie wurden bewältigt.

Als wir den 1. Nassauer Dialog im Jahr 2015 veranstalteten, hätten wir uns viele Ereignisse nicht vorstellen können, die heute das tägliche Nachrichtenbild und auch die Politik – „Krisenpolitik“ – prägen. Ich glaube, auch Bundeskanzler Scholz konnte sich das aktuelle Geschehen nicht vorstellen als er 2021 seinen Amtseid ablegte.

Sehr geehrter Herr Prof. Dr. Korte, ich freue mich auf den Eröffnungsvortrag zum Thema „Veränderung – Regieren und Wählen nach der Zeitenwende“ und begrüße Sie herzlich.

Ich grüße ebenso Herrn Prof. Dr. Henneke als Vertreter der Freiherr-vom-Stein-Gesellschaft, verantwortlich für den 7. Nassauer Dialog und seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Ich freue mich, dass die Herren Stadtbürgermeister Liguori (MdL) und VG-Bürgermeister Bruchhäuser da sind und danke herzlich für die gute Zusammenarbeit.

Die G. und I. Leifheit-Stiftung Nassau, für die ich hier spreche, fördert von Beginn an den Nassauer Dialog. Anwesend ist auch unsere Stiftungsvorsitzende, Frau Ilse Leifheit, die ich sehr herzlich begrüße. Ihr ist Nassau und auch der Nassauer Dialog ein besonderes Anliegen.

Den anwesenden Nassauer Bürgerinnen und Bürger muss ich unseren Stifter Herrn Günter Leifheit nicht mehr vorstellen, denn viele kannten ihn persönlich als Unternehmer, Mitbürger und Unterstützer bei vielen Anliegen. Heute gibt es kaum eine größere oder kleinere Maßnahme in ihrer schönen Stadt, die wir nicht als Stiftung fördern.

Den am Nassauer Dialog Teilnehmenden werden wir ein Buch überreichen, das Ihnen unsere Stifterpersönlichkeit vorstellt. Schauen Sie einmal rein und sie erfahren viel über diese hoch interessante und für Nassau so wichtige Persönlichkeit und auch über unsere Stiftung, die uns die Mittel gibt in seinem Sinne Gutes zu tun, insbesondere in den Bereichen Kultur, Geschichte, Bildung und Förderung der Gesundheit älterer Menschen.

Unser Stifter, der im Jahr 2009 verstorben ist, würde sich sicher darüber freuen, dass so vielen junge Menschen gekommen sind um am 7.  Nassauer Dialog teilnehmen. Ich hoffe, dass die Veranstaltung für alle Teilnehmenden mit einem reichen Ertrag beendet wird.

Günter Leifheit war als Unternehmer erfolgreich, hat Arbeitsplätze in dieser Region geschaffen. Wagemut, Überzeugungskraft und Beharrlichkeit waren dafür erforderlich und der nachhaltige Erfolg hat ihm Recht gegeben.

Wir setzen als Stiftung sein Werk in vielerlei Hinsicht fort, ob mit dem Leifheit-Campus, einer Einrichtung für das Betreute Wohnen älterer Menschen, der Förderung eines Hospizes und einer Stiftungsprofessur zum Thema „Geriatrie“, aber auch mit vielen größeren und kleineren Fördermaßnahmen in den Bereichen Kultur, Bildung, Soziales, Hilfen für alten Menschen.

Gerade in der aktuellen Situation verfolgen wir alle mit Spannung die Entwicklungen in unserer Gesellschaft.  Von der Zuversicht, mit der wir die Zukunft angehen sollten, habe ich schon gesprochen. Wir alle, aber insbesondere auch jüngere Menschen sind ebenso gefordert, uns einzubringen in die aktuellen politischen Diskussionen. Die jungen Menschen, die am Nassauer Dialog teilnehmen, wollen und müssen ihre Zukunft gestalten.

An dieser Stelle möchte ich Mahatma Gandhi zitieren:

Mahatma Gandhi: Quit India (8. August 1942)

„Aber es ist meine Überzeugung, dass diese Kämpfe, die mit der Waffe der Gewalt ausgefochten wurden, das demokratische Ideal verfehlt haben. In einer Demokratie, wie sie mir vorschwebt, eine Demokratie, die auf Prinzipien der Gewaltlosigkeit beruht, werden alle dieselben Freiheiten haben. Jeder wird sein eigener Herr sein. Diesen Kampf um eine solche Demokratie zu begleiten, dazu lade ich euch ein.

Wir wissen sehr genau, dass „Demokratie“ nicht automatisch funktioniert, sondern stets Beschützer und Bewahrer braucht.

Ein Blick in die Welt zeigt uns auch, dass unsere Staatsform nicht selbstverständlich ist.

Unsere Regierung ist wahrlich nicht zu beneiden angesichts der vielen Krisen und schwierigen Entwicklungen, die sich für die nächsten Jahre abzeichnen. Ich habe, wie viele der älteren Menschen hier im Saal, viele erlebt seit ich in den 60er Jahren begonnen habe, politisch zu arbeiten.

Seit der Jahrtausendwende will ich nur nennen: Bin Ladens Angriff auf die USA und der Krieg in Afghanistan, die Bankenkrise, die Flüchtlingskrise 2015 und heute, Corona und die Folgen, die Klimakatastrophe und nun auch noch die Kriege in der Ukraine und im Nahen Osten, mit allen Folgen auch für unser Land.

Das Erstarken des Nationalismus in Europa, die Wahlergebnisse für Populisten jeder Art; sie machen mir Sorgen. Auch wenn es dann wieder gute Momente gibt, wie die Wahlergebnisse in Polen in der letzten Woche.

Mein Eindruck: So viele Krisen wie im Moment waren selten. Nach Lösungen wird gesucht.

Ich bin sehr gespannt, was Sie, Herr Prof. Korte zum „Veränderung – Regieren und Wählen nach der Zeitenwende“ sagen werden.

Ganz herzlichen Dank, meine sehr verehrten Damen und Herren, dass Sie mir zugehört haben.

Ich wünsche einen reichen Ertrag für alle, die an den Diskussionen des 7. Nassauer Dialogs teilnehmen.

Abendvortrag des 7. Nassauer Dialogs voller Erfolg

Der Vortrag zum Thema „Veränderung – Regieren und Wählen nach der Zeitenwende“

lockte rekordverdächtig viele interessierte Zuhörer in die Stadthalle Nassau

Im Rahmen des zum 7. Mal stattfindenden Nassauer Dialogs fand der Abendvortrag zu einem aktuellen Thema – mit großzügiger Unterstützung der G. und I. Leifheit Stiftung – am Freitag, den 27. Oktober 2023 in der Stadthalle Nassau statt.

Der renommierte Politikwissenschaftler Prof. Dr. Karl-Rudolf Korte von der Universität Duisburg-Essen referierte dabei in kurzweiliger, informativer und mit humoristischen Einlagen gespickter Form zum Thema „Veränderung – Regieren und Wählen nach der Zeitenwende“ zur Lage des politischen Systems in Deutschland.

Der Begriff der Zeitenwende ist seit der Regierungserklärung von Bundeskanzler Olaf Scholz vom 27.2.2022 als Reaktion auf den Einfall Russlands in die Ukraine fraglos eine der am häufigsten verwendeten, modischer Weise überhöhten politischen Vokabeln der Gegenwart. Derartige Umschlagpunkte der Geschichte gab es freilich auch früher schon. An der Lahn, in Bad Ems und Nassau, lässt sich das besonders intensiv nachempfinden. In Nassau, dem Geburtsort des Freiherrn vom Stein, in das dieser nach der Niederlage Preußens gegen Napoleon 1806 und seiner Entlassung zu Beginn des Jahrs 1807 zurückkehrte, steht der von Stein in späteren Jahren im Gedenken an den Sieg in den nachfolgenden Befreiungskriege errichtete Freiheitsturm, und in Bad Ems erinnert ein Statue des damaligen König Wilhelm von Preußen an einen Vorgang („Emser Depesche“), der mittelbar zum deutsch-französischen Krieg und in der Folge zur Gründung des Deutschen Kaiserreichs führte. An diesen historischen Orten treffen sich Jahr für Jahr auf Einladung der Freiherr vom Stein-Gesellschaft mit Unterstützung der G. und I. Leifheit-Stiftung junge Führungskräfte, um sich ein Wochenende lang über aktuelle Fragen auszutauschen. Den Beginn der Veranstaltung markiert stets eine Abendvortrag, der auch der Öffentlichkeit zugänglich ist. In diesem Jahr war es der Politikwissenschafter Prof. Dr. Karl-Rudolf Korte, den der Präsident der Freiherr vom Stein-Gesellschaft, Prof. Dr. Hans-Günter Henneke, am 27.10.2023 gemeinsam mit dem Stellvertretendem Vorsitzendem der G. und I. Leifheit-Stiftung, Dr. Josef Peter Mertes, und dem Bürgermeister von Nassau, Manuel Liguori, vor zahlreich erschienenem Publikum in der Nassauer Stadthalle empfangen konnte.

Korte, nicht zuletzt durch seine Wahlanalysen im ZDF bekannt, sprach über die Veränderungen, die es im politischen Systems Deutschlands nach der „Zeitwende“ gegeben hat. Eine dieser Veränderungen, hatte sich erst wenige Tage zuvor mit dem Austritt von Sahra Wagenknecht aus der Partei DIE LINKE und der damit verbundenen Ankündigung, eine eigene, neue Partei gründen zu wollen, quasi in einem Paukenschlag manifestiert. Ob sich diese neue Partei dauerhaft wird etablieren und welche Stimmenanteile sie wird erzielen können, bleibt abzuwarten. Auf erheblichen Zuspruch stößt dagegen derzeit am rechten Rand des Parteienspektrums die AfD, deren Ergebnisse in den bayerischen und hessischen Landtagswahlen am Wochenende zuvor mit Zuwächsen um 4,4 auf 14,7 Prozent (Bayern) bzw. um 5,3 auf 18,4 Prozent (Hessen) ein deutliches Zeichen gesetzt hatten. Der große Verlierer dieser Wahlen ist dagegen die Berliner Ampel, deren Stimmenanteil in Bayern um 6,8 Prozent und in Hessen sogar um 12,2 Prozent gesunken ist.

Korte führte diese Verluste nicht zuletzt auf den Umgang der Koalition mit dem sog. „Heizungsgesetz“ zurück. Dadurch sei das Vertrauen in die Regierung, deren Krisenmanagement nach Kriegsbeginn auch deshalb so gut gelungen sei, weil die Koalitionsparteien im Sinne eines gelingenden und dynamischen Miteinanders vielfach über ihren eigenen Schatten gesprungen seien, nachhaltig gestört worden. Auch die derzeitigen politischen Antworten auf die Migrationsfrage stärkten die AfD.

Glaubt man Korte, so muss sich dieser Trend keineswegs fortsetzen. Die Deutschen seien „Extremisten des Normalen“. Sie neigten nicht dazu, polarisierenden Persönlichkeiten ihre Stimme zu geben, sondern setzten vielmehr auf verlässlich, wenig spektakuläre Verwalter der Macht sowie auf Kontinuität. Dass Scholz der „merkeligste“ der Kanzlerkandidaten war, habe ihm nicht geschadet, sondern genutzt. Auch jetzt noch dominierten mit weitem Abstand die Parteien der Mitte – eine Besonderheit des deutschen politischen Systems. Diese hätten es im Übrigen auch in der Hand, die AfD wieder zurückzudrängen. Dazu brauche es bspw. einer anderen Migrationspolitik und mehr Investitionen in Infrastrukturen. Auch die anstehenden Transformationsentscheidungen müssten nicht zu einer politischen Radikalisierung führen. Dazu bedürfe es aber Transparenz, besserer Erklärungen, faire Lösungen und vor allem sei es erforderlich, die Mitte der Gesellschaft mitzunehmen – alles Aspekte, die bei der Erarbeitung des Heizungsgesetzes nicht ausreichend beachtet worden seien. Ob sich die Berliner Ampel von ihrer aktuellen Krise nochmals erholen werde, sei offen; insgesamt bestehe aber Anlass, mit großer Zuversicht auf die künftige politisch Entwicklung Deutschland zu blicken. Eine Zuversicht, das zeigten die durchaus kritischen Nachfragen aus dem Publikum, derzeit nicht von jedem geteilt wird.

v.l.n.r.: Sebastian Graf von Kanitz, Schloss Nassau, Verbandsbürgermeister Bad Ems-Nassau, Uwe Bruchhäuser, Matthias Lammert MdL, Vizepräsident des Landtags Rheinland-Pfalz, Bürgermeister der Stadt Nassau, Manuel Liguori MdL, Prof. Dr. Karl-Rudolf Korte, Prof. Dr. Hans-Günter Henneke, Präsident der Freiherr-vom-Stein-Gesellschaft, Ilse Leifheit, Vorstandsvorsitzende der G.u.I. Leifheit-Stiftung und Dr. Josef Peter Mertes, Stellv. Vorsitzender der G. u. I. Leifheit-Stiftung (Bildrechte: Stein-Gesellschaft/Minor)

Interessenteninformation Betreutes Wohnen Nassau

Herbst 2023

Sehr geehrte Interessentin, sehr geehrter Interessent,

wir freuen uns, dass wir aufgrund Ihrer Registrierung in unserer Interessentenliste die Möglichkeit haben, Sie über den aktuellen Stand des Projektes und das geplante Betreuungsangebot zu informieren.

Derzeit erreichen uns viele Anfragen, wann genau mit der Vermietung der Wohnungen begonnen wird und vor allem, mit welchen Mietpreisen zu rechnen ist. Wir bitten um Verständnis dafür, dass diese Fragen derzeit noch nicht mit der notwendigen Genauigkeit beantwortet werden können. Wie Sie wissen, sind die Preise für Baumaterialien und Handwerkerleistungen ständigen Veränderungen unterworfen. Der derzeitige Stand der Vergaben lässt eine abschließende Kalkulation noch nicht zu. Diese ist jedoch Voraussetzung dafür, Ihnen konkrete Mietangebote machen zu können.

Wir rechnen damit, dass die Wohnungen in etwa einem Jahr bezugsfertig sein werden. Es ist unsere Absicht, in etwa sechs Monaten mit der Vermietung zu beginnen. Dann werden wir Ihnen auch konkrete Mietpreise nennen können. Bei der Vergabe der Wohnungen werden wir unsere registrierten Interessentinnen und Interessenten bevorzugt behandeln. Das bedeutet, dass Sie unser Vermietungsangebot erhalten werden, bevor wir dies der allgemeinen Öffentlichkeit zugänglich machen.

Nach dem Abriss der Bestandsgebäude und dem Abschluss der umfangreichen Erdarbeiten wächst unser Bauvorhaben seit einigen Monaten zügig in die Höhe. Auf den folgenden Seiten informieren wir Sie über das architektonische Konzept unserer Anlage , die Größe und Zuschnitt der unterschiedlichen Wohnungstypen und nicht zuletzt über das geplante Betreuungsangebot.

Starten wollen wir aber mit einem Blick auf die Baustelle. Dazu nachfolgend einige Fotos, aufgenommen Mitte Oktober 2023.

Das architektonische Konzept unserer Anlage

Im malerischen Herzen von Nassau entstehen 35 Wohnungen mit unterschiedlicher Aufteilung, Zimmeranzahl und Größe für verschiedene Bewohner-Bedürfnisse. Die Lage erlaubt kürzeste fußläufige Wege zur Versorgung, Bewegung und Erholung. Ortstypische Architekturelemente der insgesamt sieben Einzelgebäude sorgen dafür, dass sich die Anlage in das vorhandene Ortsbild einfügt.

Die Baukörper mit ortstypischen Abmessungen erlauben zugleich Ruhe und Gemeinschaft in der Ensemblemitte und Öffnungen zur Nachbarschaft. Gemeinschaftliche Grün- und Freiräume sorgen für Aufenthaltsqualität für Be- und Anwohner.

Die einzelnen Etagen werden über eine Liftanlage erschlossen. Alle Wohnungen erhalten eigene Frischluft-Wohnungszugänge, die von überdachten Laubengängen aus barrierefrei erreicht werden. Hinter den Türen öffnen sich barrierefreie, komfortable Wohnräume, Schlafzimmer und Bäder. Alle Wohnungen erhalten eine Einbauküche mit Herd und Spülmaschine.

Sämtliche Wohnungen erhalten private Balkone oder Terrassen.

Neben einem kleinen Abstellraum innerhalb der Wohnungen steht jeder Wohnung ein eigenes Kellerabteil zur Verfügung. Autofahrende Bewohner können bequeme und sichere Tiefgaragen-Stellplätze anmieten.

Vielfältige Blickbeziehungen auf den Laubengängen sollen für rege Kommunikation der Bewohner untereinander sorgen. Ein großzügiger Gemeinschaftsraum mit baumbestandener Terrasse steht für Zusammentreffen und kleine Feierlichkeiten zur Verfügung.

Alle Gebäude erhalten eine hochwärmegedämmte mehrschalige Außenwandkonstruktion. Die Fassaden werden mit Klinkerriemchen in einer angenehm warmen und harmonischen Farbgebung verkleidet. Hochwärmegedämmte Fenster und Türen tragen mit dazu bei, dass im Winter die Kälte und im Sommer die Hitze draußen bleiben. Modernste, effiziente Energietechnik aus erneuerbaren Energien (Photovoltaikanlage und Wärmepumpe) sorgen für betriebskostengünstiges Wohnen und Wohlfühlen.

Die Wohnungen im Einzelnen

 Hier sehen Sie die 7 Einzelhäuser mit den jeweiligen Nummern.

Wohnungsangebot
WohnungTypFläche (ca. m²)HausGeschoss
WE 0.013 ZKB80,003EG
WE 0.023 ZKB86,003EG
WE 0.032 ZKB53,007EG
WE 1.012 ZKB57,0011.OG
WE 1.02 R*2 ZKB55,0011.OG
WE 1.032 ZKB49,0021.OG
WE 1.042 ZKB49,0021.OG
WE 1.052 ZKB49,0021.OG
WE 1.062 ZKB55,0031.OG
WE 1.072 ZKB54,0031.OG
WE 1.082 ZKB54,0031.OG
WE 1.092 ZKB51,0041.OG
WE 1.102 ZKB52,0041.OG
WE 1.111 ZKB47,0051.OG
WE 1.121 ZKB47,0051.OG
WE 1.132 ZKB56,0071.OG
WE 1.143 ZKB88,0071.OG
WE 2.012 ZKB56,0012.OG
WE 2.02 R*2 ZKB55,0012.OG
WE 2.032 ZKB49,0022.OG
WE 2.042 ZKB49,0022.OG
WE 2.052 ZKB50,0022.OG
WE 2.063 ZKB85,0032.OG
WE 2.073 ZKB85,0032.OG
WE 2.083 ZKB105,0042.OG
WE 2.091 ZKB48,0052.OG
WE 2.101 ZKB48,0052.OG
WE 2.111 ZKB47,0062.OG
WE 2.122 ZKB56,0072.OG
WE 2.132 ZKB59,0072.OG
WE 3.012 ZKB56,0013.OG
WE 3.02 R*2 ZKB55,0013.OG
WE 3.033 ZKB106,0043.OG
WE 3.043 ZKB100,0053.OG
WE 3.052 ZKB72,0063.OG
*   Diese Wohnung ist gem. DIN 18040-2 rollstuhlgerecht
** Ansatz von 50% / 25% der Balkon / Terrassen-Grundfläche

In der vorstehenden Tabelle sehen Sie die einzelnen Wohnungstypen und Wohnungsgrößen. In der ersten Spalte finden Sie auch die Geschosszahl (WE 3.05 bedeutet z.B., dass die Wohnung sich im 3. OG befindet).

Die Grundrisse

Auf den nachfolgenden zwei Seiten zeigen wir Ihnen die Grundrisse von 4 Wohnungen, die repräsentativ für die jeweiligen Wohnungstypen (ein Zimmer, zwei Zimmer, drei Zimmer) stehen. Da die Mehrzahl der Wohnungen 2-Zimmerwohnungen sind, haben wir von diesem Wohnungstypen zwei Beispiel-Grundrisse ausgewählt. Alle Flächenangaben sind unverbindlich.

Wohnungstyp 1: Ein-Zimmer-Wohnung in Haus 5

Wohnungstyp 2: Zwei-Zimmer-Wohnung in Haus 2

Wohnungstyp 3: Drei-Zimmer-Wohnung in Haus 4

Wohnungstyp 4: 2-Zimmer-Wohnung in Haus 1, rollstuhlgerecht

Das Betreuungskonzept

Wir beabsichtigen, bei dem Angebot von Betreuungsdienstleistungen mit der Stiftung Diakoniewerk Friedenswarte, Bad Ems, zusammenzuarbeiten. So unterschiedlich wie die Bedürfnisse eines jeden Menschen, so vielseitig ist auch das Angebot der Stiftung Diakoniewerk Friedenswarte. Ihre Leistungen reichen von Altenheimen über Betreutes Wohnen bis hin zu ambulanten Pflegediensten, die Sie auch im Betreuten Wohnen Nassau in den eigenen vier Wänden betreuen werden. Eines haben alle Angebote der Stiftung Diakoniewerk Friedenswarte gemeinsam: Der Mensch steht immer im Mittelpunkt.

Im Betreuten Wohnen Nassau leben die Mieterinnen und Mieter in einer eigenen, barrierefreien, altersgerechten Wohnung mit Betreuungsservice. Diese Wohnform eignet sich in erster Linie für Senioren, die noch selbstständig leben möchten und gleichzeitig sicher sein wollen bei Bedarf schnell und zuverlässig Hilfe zu erhalten.

Die Wohnungen sind altersgerecht ausgestattet und in eine Wohnanlage integriert, die soziale Kontakte der Bewohner untereinander fördert. Der Umzug in eine Betreute Wohnung hat den Vorteil, dass zusätzlich zur Unterkunft verschiedene Betreuungsleistungen angeboten werden. Diese Zusatzleistungen dienen dazu das eigenständige Wohnen zu erleichtern und vorhandene Fähigkeiten möglichst lang zu erhalten.

Die Mieterinnen und Mieter können hierbei ihre individuellen Bedarfe direkt mit den Mitarbeitenden der Stiftung Diakoniewerk Friedenswarte besprechen. Hierfür steht zur persönlichen Kontaktaufnahme ein Büro in der Wohnanlage zur Verfügung, das zu festgelegten Bürozeiten aufgesucht werden kann.

Mit ihrem Service- und Dienstleistungskonzept „Selbstbestimmt und sicher im Alter leben“ wird die Stiftung Diakoniewerk Friedenswarte in Kooperation mit uns den Mieterinnen und Mietern einen modular aufgebauten Versorgungs- und Betreuungskatalog anbieten.

Die vielfältigen Dienstleistungsangebote bieten den Mieterinnen und Mietern umfangreiche Unterstützungsmöglichkeiten. So können hauswirtschaftliche Dienstleistungen wie Reinigung, Wäschepflege und Unterstützung im Haushalt in Anspruch genommen werden, um den Alltag zu erleichtern. Bei entsprechenden Pflegebedarfen stehen Pflegeleistungen zur Verfügung, um beispielsweise bei der Körperpflege, Medikamenteneinnahme und anderen gesundheitlichen Bedürfnissen zu unterstützen.

Betreuungsleistungen fördern die soziale Integration und das Wohlbefinden. Diese umfassen soziale Aktivitäten, die Begleitung zu Arztterminen und Spaziergänge. Ein Einkaufsdienst steht zur Verfügung, um Besorgungen zu erledigen, wenn die Mieterinnen und Mieter nicht selbst dazu in der Lage sind. Zusätzlich kann Essen auf Rädern geliefert werden, um eine ausgewogene und bedarfsgerechte Ernährung sicherzustellen.

Ausblick

Im Dezember wollen wir das Richtfest für unsere Anlage feiern und dann zügig mit dem Innenausbau beginnen. Wie eingangs bereits erwähnt, können Sie in etwa sechs Monaten mit einer konkreten Information über die Mietangebote in unserer Anlage für Betreutes Wohnen rechnen.

Wir freuen uns über Ihr anhaltendes Interesse und bitten Sie bis dahin noch um etwas Geduld. Bleiben Sie uns gewogen!

Freundliche Grüße

LIB Leifheit Immobilien und Beteiligungen GmbH, Nassau

Hospiz Nassau / Spatenstich 06. September 2023

Spatenstich Hospiz Nassau…was lange währt wird endlich gut

Autor: Ingo Nehrbaß / Geschäftsführer G. und I. Leifheit Stiftung

Mehr als acht Jahre ist es nun her, dass die ersten Gespräche mit der G. und I. Leifheit Stiftung über den Bau eines Hospizes in Nassau stattfanden.
Jetzt, nach mehreren Anläufen in Bezug auf Standort, Betreiber und Organisationsstruktur, konnte der erste Spatenstich am Mittwoch, den 6. September 2023 in Nassau, Am Sauerborn 4 vorgenommen werden.

Bei Kaiserwetter kamen die Beteiligten und Förderer zusammen, um diesen ersten Schritt zu würdigen. Dabei betonte Herr Dr. Martin Schencking, Initiator des Hospizes und Vorsitzender des Fördervereins Stationäres Hospiz Rhein-Lahn, dass dieses Hospiz allen Bürgern des Rhein-Lahn Kreises „gehören“ wird.

Im Namen der Stadt Nassau dankte der erste Beigeordnete der Stadt Nassau, Herr Ulrich Pebler, für das unermüdliche Engagement der Beteiligten und wies darauf hin, dass das Hospiz dauerhaft auf Spenden angewiesen sein wird.
Unser stellvertretender Vorsitzende, Herr Dr. Josef Peter Mertes, betonte sehr froh darüber zu sein, dass die Finanzierung des Hospizes nun mit Hilfe der Förderer gesichert ist und verdeutlichte, dass man auch in Zukunft mit der Unterstützung durch die G. und I. Leifheit Stiftung rechnen dürfe.

Auch der Vertreter der Else Schütz Stiftung gGmbH, Herr Dr. Johann Christian Meier gratulierte zum ersten Spatenstich und würdigte dabei das tolle Ambiente mit Blick auf die Burg Nassau.
Im Anschluss hatte unsere erste Vorsitzende, Frau Ilse Leifheit, die Ehre zusammen mit Herrn Dr. Johann Christian Meier das Baustellenschild des G. und I. Leifheit Hospizes zu enthüllen.

Das Schlusswort schließlich war dem Vertreter der Löwenstein Familien Stiftung, Herrn Dennis Flosdorff, vorbehalten, der dabei betonte, dass er kein „Schlusswort“ spreche, sondern mit seinen Worten eher einen Startschuss für ein regional überaus wichtiges Projekt geben wolle.
Bis zum Jahresende soll der Rohbau stehen und bei weiter erfolgreichem Verlauf der Baumaßnahme bis zum Herbst 2024 die Fertigstellung erfolgen.

Ingo Nehrbaß / Geschäftsführer G. und I. Leifheit Stiftung

https://rzepaper.rhein-zeitung.de/webreader-v3/index.html#/646736/19

Grußwort G. und I. Leifheit-Stiftung Nassau anlässlich Spatenstich Hospiz Nassau am 06.09.2023

Autor: Dr. Josef-Peter Mertes, stellvertretender Vorsitzender G. und I. Leifheit Stiftung

Sehr geehrte Anwesende, liebe Frau Leifheit,

ich danke Ihnen dafür, dass ich bei diesem Spatenstich für das stationäre Hospiz für unsere G. und I. Leifheit-Stiftung ein Grußwort sprechen darf. Dies darf ich im Namen unseres Vorstandes, insbesondere jedoch von Frau Ilse Leifheit, unserer Vorsitzenden sprechen. Sie hat großen Anteil daran, dass wir als Stiftung über die finanziellen Mittel verfügen, um dieses für die Stadt und die Region bedeutsame Vorhaben, das wir heute beginnen, umfänglich zu unterstützen.

Meine erste Aktennotiz zur Idee, ein stationäres Hospiz in Nassau zu errichten, stammt aus dem Juli 2015. Den Spatenstich als Zeichen des Baubeginns begehen wir nun im September 2023. Das sind 8 Jahre der Lobbyarbeit und der Diskussion, der Schaffung der rechtlichen und ökonomischen Voraussetzungen, der Standortsuche, der Trägerdiskussion und letztlich der konkreten Planung und Beauftragung.

Daher gestatten Sie mir zu sagen: Was lange währt, wird endlich gut!“ Eine Vision, ein Traum geht in Erfüllung.

Hospiz ist vom latainischen „hospitium“ abgeleitet und bedeutet Herberge und Gastfreundschaft. Die moderne Hospizbewegung knüpft an eine christlich-mittelalterliche Tradition an. Hospize waren Herbergen entlang von Pilgerwegen. Das Leben galt als Reise und man verstand sich als Gast auf Erden. In den Hospizen erhielten die Pilger Stärkung, Schutz, Pflege und Hilfe. Hieran knüpfte die englische Ärztin Cicely Saunders an und errichtete 1967 das „St. Christophers Hospice“ als besondere Herberge für sterbende Menschen in London.

Von Saunders stammt das Zitat: „Sie sind uns bis zum letzten Augenblick ihres Lebens wichtig, und wir werden alles tun, damit sie nicht nur in Frieden sterben, sondern bis zuletzt leben können“.

Sterben ist Leben – Leben vor dem Tod. Im Zentrum der Arbeit in unserem Hospiz Nassau, bei dem wir heute symbolisch mit dem Neubau beginnen, würde die Würde des Menschen am Lebensende und der Erhalt größtmöglicher Autonomie im Mittelpunkt stehen.

Selbst bin ich seit 2001 der Hospizarbeit verbunden und habe die positive Entwicklung eines Hospizes begleitet. Die Erfahrungen, die in Trier, aber auch in anderen stationären Hospizen gesammelt wurden, sind in die Vorbereitung unseres Nassauer Hospizes eingeflossen.

Ich bin sicher, dass zu den Inhalten der Hospizarbeit hier und heute von einigen Rednern die richtigen Worte gesagt werden; daher will ich zum Schluss kommen.

Die Leifheit-Stiftung, für die ich heute hier sprechen darf, fördert den Bau und leistet Anschubfinanzierung. Unser Stifter, Herr Günter Leifheit, hätte sicher seine Freude daran, dass wieder einmal hier in Nassau – allerdings für den gesamten Kreis und darüber hinaus bedeutsam – das stationäre Hospiz erreichtet werden kann.

So werden seine Stiftungsmittel in dem Sinne eingesetzt, der auch für den Leifheit-Campus, unserer neuen Einrichtung für das Betreute Wohnen, dem Kulturhaus und vielen anderen Initiativen steht: „Es muss den Menschen dienen!“

In diesem Sinne wünsche in für die Bauphase und der später im Neubau stattfindenden Hospizarbeit von Herzen alles Gute.

Dr. Josef-Peter Mertes, stellvertretender Vorsitzender G. und I. Leifheit Stiftung

Schuleinweihung in Rongi / Ruanda

Einweihung Schule in Rongi im Norden Ruandas

In der Zeit vom 27.05.23 bis zum 06.06.23 nahm der Geschäftsführer der Stiftung an einer Delegationsreise der „FLY& HELP Stiftung“ nach Ruanda teil. Hintergrund war die geplante Einweihung des von der G. und I. Leifheit Stiftung geförderten Gebäudes einer Schule in Rongi.

Nach mehreren Stunden Fahrt über holprige Sand -und Geröllpisten erreichte eine 10-köpfige Delegation am 29. Mai 2023 gegen 11 Uhr die o.g. Schule. Empfangen wurde man von den rund 1.700 Schülern, die spalierstehend unsere Delegation laut singend zum Schulkomplex auf einer Anhöhe mit großer Ehre, Freude und Respekt empfingen. Es folgte ein Rundgang sowohl durch den neuen Komplex (6 Klassenräume), als auch durch die alten, z.T. noch genutzten, Klassenräume.

Dabei hatte der Geschäftsführer auch Gelegenheit mit den Schülern zu sprechen. Auch die Latrinen, sowohl alt als auch neu, wurden bestaunt. Im Anschluss wurde die Delegation auf eine mit Sitzmöbeln ausgestattete, im Schatten liegende Veranda gebeten, um dem dann folgenden Programm, auch Show genannt, zu folgen. Es wurde gesungen, getanzt und natürlich auch Reden gehalten.

Unvergessen bleibt dabei der Augenblick, als Teile der Delegation, u.a. auch der Geschäftsführer, zum Mittanzen auf den Rasen gebeten wurde. Schlagartig verstummte der Gesang aus den Kehlen der Kinder, um in ein wildes Gelächter zu münden. Entsprechend aufgelockert hatte dann der Geschäftsführer auch die Gelegenheit ein paar Worte auf Englisch an die Schüler, Lehrer und anwesenden Eltern zu richten. Übersetzt in die einheimische Sprache (Kinyarwanda) wurde dabei durch den „Local Guide Richard“. Bevor es zum abschließenden kleinen Imbiß ging, wurden noch reichlich Geschenke an die Delegation übergeben, u.a. ein echter noch lebender Hahn, sowie umgekehrt viele Geschenke in Form von Schreibwaren, Schirmmützen und Fußbällen an die Kinder der Schule. Insbesondere Letzteres stieß auf eine große Begeisterung. Nach gut 2 Stunden verließen wir als Delegation mit nachhaltigen Eindrücken, insbesondere was die Herzlichkeit und die Dankbarkeit betraf, die Schule.

Fazit: Ein sehr einschneidendes, zu Herzen gehendes Erlebnis, das allen zeigte wie wichtig und wertvoll der weitere Bau und Ausbau von Schulen für die Bevölkerung in Afrika ist, nicht zuletzt wegen Aufklärung, Verhütung und Folgen der Bevölkerungsexplosion. Der Geschäftsführer verblieb mit dem Schulleiter in der Form, dass man über e-mail Kontakt halten werde, um evtl. das ein oder andere weitere neue Schulgebäude der Schule zu unterstützen.

Auto: Ingo Nehrbaß – Geschäftsführer G. und I. Leifheit Stiftung

Nassauer Burggespräche 24. Juni 2023

Buz: Ingo Nehrbaß (Leifheit Stiftung), Gisela Bertram (Erste Kreisbeigeordnete), Susanne Hafermann (Stadtsekretärin), Maria Parbel (Stadtsekretärin), Prof. Dr. Michael Kotulla, Stadtbürgermeister Manuel Liguori, Max Weber (Uni Bielefeld), Anne-Christina Hilbring (Uni Bielefeld) und Katharina Kotulla.

Rhein-Lahn-Kreis. Der Bielefelder Rechtswissenschaftler und Historiker Prof. Dr. Michael Kotulla, M.A. wird am 24. Juni 2023 um 17 Uhr auf der Burg Nassau im Rahmen der „Dritten Nassauer Burggespräche“ zum Thema „Nassau – ein Herzogtum“ referieren. Der Begriff „Nassau“ geht bis heute über den Bereich des Städtchens Nassau weit hinaus. Man kann mit Fug und Recht von einer starken Identifikation der Bewohner zwischen Westerwald, Rhein und darüber hinaus mit dem Phänomen „Nassau“ sprechen. Dass diese Identifikation in erster Linie seine Ursprünge im 19. Jahrhundert zeitigt, ist wohl nur wenigen bekannt. Einen maßgeblichen Beitrag dazu leistete das Herzogtum Nassau, das zwischen 1806 und 1866 existierte.

Genau diese Existenz soll in dem angekündigten Vortrag von Prof. Dr. Kotulla näher beleuchtet werden. Hierbei geht es ebenso um die Anfänge dieses kuriosen Staatsgebildes als auch um das weitere Schicksal des Herzogtums. Insbesondere wird veranschaulicht, dass das politische Handeln innerhalb dieses Gemeinwesens von zahlreichen Irrungen und Wirrungen geprägt war.

Im Rahmen dieser Veranstaltung ist auch für das leibliche Wohl der Teilnehmer gesorgt. Bei einem Imbiss bietet sich die Gelegenheit zu Gesprächen und Diskussionen. Überdies wird ein kostenloser Shuttleverkehr zwischen der Stadt Nassau (Schwimmbadparkplatz) und der Burg Nassau angeboten. Der Shuttleservice wird zwischen 16 und 17 Uhr und 19 und 21 Uhr fahren.

Eine Anmeldung ist zwingend erforderlich unter der E-Mail-Adresse: .

Schülerwettbewerb Peter-Altmeier-Gesellschaft

Die Peter-Altmeier-Gesellschaft hat zum achten Mal den Schülerwettbewerb „Politik-Staat-Gesellschaft – Eine ausgezeichnete Arbeit“ durchgeführt. Das Foto zeigt die Preisträger des jüngsten Wettbewerbes und die Laudatoren. Darunter der Präsident der Gesellschaft, Hubert Luszczynski (hinten, 3. von links) , Ingo Nehrbaß – Geschäftsführer G. und I. Leifheit Stiftung (mittig 2. von rechts) und der Pianist Vincent Rehbein (hinten, rechts).

Neben den Gewinnern der Sonderpreise beim Schülerwettbewerb „Politik-Staat-Gesellschaft – Eine ausgezeichnete Arbeit“ honorierte die

G. und I. Leifheit-Stiftung sechs weitere Arbeiten mit Urkunden und Prämien. Hier die Preisträger: Lea Güllering, Gymnasium Lahnstein (Thema Corona), Johannes Kind, Goethe-Gymnasium Bad Ems (Thema Megatrends der Mobilität), Amelie Schmidt, Gymnasium Lahnstein (Thema Leichtathletik), David Sondenheimer, Gymnasium am Römerkastell Bad Kreuznach (Thema Oberbürgermeisterwahl), Lorenz C. Wiedenhues, Goethe- Gymnasium Bad Ems (Thema Wasserstoff), Marie Wirtz, Gymnasium Lahnstein (Thema Auswirkungen des Nationalsozialismus).

Mühlbachpark Stiftung Scheuern

Der Geschäftsführer der G. und I. Leifheit Stiftung besichtigt neuen Spiel- und Bewegungsplatz „Mühlbachpark“ der Stiftung Scheuern

Das musste er natürlich gleich mal testen: Als Ingo Nehrbaß, Geschäftsführer der G. u. I. Leifheit Stiftung, im Januar den kurz zuvor fertiggestellten Mühlbachpark der Stiftung Scheuern besuchte, probierte er umgehend einige der funkelnagelneuen Bewegungs- und Fitnessgeräte aus, die hier seit Kurzem zur Verfügung stehen. Dass der barrierefreie, inklusive Spiel- und Bewegungsplatz Realität werden konnte, ist nicht zuletzt der G. und I. Leifheit Stiftung zu verdanken: Sie hat das Projekt überaus großzügig mit insgesamt 50.000 Euro gefördert. Wolfgang Grüttner, bis Ende 2022 Leiter der Stabsstelle Planung und Entwicklung bei der Stiftung Scheuern und Projektleiter Mühlbachpark, erklärte Ingo Nehrbaß bei einem Rundgang Aufbau und Zonierung des Parks und ging auf die vielfältigen Nutzungsmöglichkeiten ein.

Rückblick: Im September 2019 ging bei der Stiftung Scheuern die Campusentwicklung an den Start – ein etwa einjähriger, von der Stadt-Land-plus GmbH begleiteter Prozess der Ideenfindung, aus dem sich der Mühlbachpark als erstes zu realisierendes Projekt herauskristallisierte. Vor allem die Bewohnerinnen und Bewohner der Stiftung Scheuern hatten sich einen solchen Ort der Bewegung und Begegnung für Menschen mit und ohne Behinderung gewünscht.

Sehr interessiert zeigte sich Ingo Nehrbaß auch an der seit Juni 2016 bestehenden Kooperation zwischen der Stiftung Scheuern und dem Leifheit-Campus, die nach dem Prinzip von Besuch und Gegenbesuch Einblicke in die jeweils andere Lebenswelt bietet und auf diese Weise das Verständnis füreinander fördert. Zudem hatten einige Lernerinnen und Lerner des Leifheit-Campus in einem Workshop zur Stadtteilentwicklung Ideen zur Gestaltung des Geländes eingebracht. Einiges davon wie zum Beispiel ein kleiner Bereich mit Tieren – die beiden stiftungseigenen Ziegen sind an den zum Mühlbachpark gehörenden Hang neben der Grillhütte umgezogen – wurde aufgegriffen. Später stellten Wolfgang Grüttner und Sebastian Becker von der Stabsstelle Planung und Entwicklung dem betreffenden Schuljahrgang die Weiterentwicklung des Projekts vor. So enthält der Mühlbachpark neben den bereits erwähnten Spiel- und Fitnessgeräten einen Sinnesgarten und einen Ort zum Verweilen, Sich- Treffen und Austauschen.
Ein „Knackpunkt“ war die Finanzierung – umso mehr, als sich die Gesamtkosten wegen der rasanten Preisentwicklung im Zusammenhang mit der Energiekrise gesteigert haben. Zwei Weihnachts-Spendenaufrufe, der erste davon bereits zum Jahreswechsel 2019/2020, waren sehr hilfreich, reichten logischerweise aber nicht zur Finanzierung aus. Den entscheidenden Schub bekam das Vorhaben dank einer LEADER-förderung aus EU- und Landesmitteln und dank der Unterstützung großzügiger Sponsoren, zu denen die G. u. I. Leifheit Stiftung ganz vorne mit dazu gehört. Übrigens: Die ebenfalls von der G. u. I. Leifheit Stiftung geförderte, im Oktober 2017 eingeweihte Boulebahn integriert sich wunderbar in den neuen Mühlbachpark.
Was bei diesem Projekt besonders zu Buche geschlagen ist, wollte Ingo Nehrbaß von Wolfgang Grüttner wissen. „Neben den Bodenarbeiten waren das die Bewegungs- und Fitnessgeräte – besonders diejenigen, die von Menschen mit Behinderung allein genutzt werden können“, so Wolfgang Grüttner, der als Beispiele unter anderem das Rollstuhl- Karussell und die große Schaukel nannte. Auch in die Sicherheit habe man viel Geld investieren müssen.
Zugleich gab Grüttner Einblicke in die geplante Weiterentwicklung des Mühlbachparks als Ort, der die Menschen über die gemeinsame sportliche Betätigung hinaus mit einem gastronomischen Angebot zum Verweilen einlädt. Auch eine Zusammenarbeit mit der Stadt Nassau zur Pflege des Mühlbachparks wird langfristig angestrebt.

Fest steht: Bei den Menschen, die in der Stiftung leben und arbeiten, finden die Aktivitäts- Angebote direkt vor ihrer „Haustür“ bereits jetzt großen Anklang.

Und: Jetzt nach der heißen Phase der Corona-Pandemie stehen spannenden Unternehmungen wie zum Beispiel Spaß- Olympiaden für die Bewohner*innen der Stiftung, die von den Lerner*innen des Leifheit- Campus begleitet werden, nun nichts mehr im Weg.

Mühlbachpark Stiftung Scheuern

16. Dezember 2022

G. und I. Leifheit
Stiftung verlängert Stiftungsprofessur Geriatrie an der Universitätsmedizin Mainz

Professor Dr. Roland Hardt ist für weitere zwei Jahre als Inhaber benannt

Die G. und I. Leifheit Stiftung fördert die Stiftungsprofessur Geriatrie an der Universitätsmedizin Mainz für weitere zwei Jahre. Ziel der Förderung ist es, die inzwischen fest etablierte universitäre Altersheilkunde weiterzuentwickeln und den ihr angemessenen Platz in Krankenversorgung, Forschung und Lehre in Rheinland-Pfalz auch zukünftig zu sicher. Inhaber der Stiftungsprofessur für Geriatrie ist seit 2018 Herr Prof. Roland Hardt, Leiter der Abteilung für Geriatrie am Zentrum für Allgemeinmedizin und Geriatrie der Universitätsmedizin Mainz.

Univ.-Prof. Dr. Norbert Pfeiffer, Vorstandsvorsitzender und Medizinischer Vorstand der Universitätsmedizin Mainz, erklärt: „Unter allen Fächerkanonen der Universitätsmedizin Mainz hat die Disziplin des Fach Geriatrie seit seiner Etablierung eine immer größere Bedeutung erhalten. Und sie wird wegen der Alterung unserer Gesellschaft weiterwachsen, so die Prognosen. Unsere Bau- Masterplanung haben wir bereits dementsprechend gestaltet. Darüber hinaus werden sich durch die angestrebte Etablierung eines Helmholtz-Zentrums für Alternsforschung am Standort Mainz Anknüpfungspunkte für die Forschung und der Translation von Forschungsergebnissen in die klinische Anwendung ergeben. Die G. und I. Leifheit Stiftung optimiert dankenswerterweise mit ihrer fortgeführten Förderung der Stiftungsprofessur für Geriatrie die Rahmenbedingungen für eine erfolgreiche Gestaltung dieser Weiterentwicklungen.“

Die geriatrische Medizin geht über die organmedizinische Betrachtung der Patient:innen hinaus. Stiftungsprofessor Dr. Roland Hardt und sein Team der Abteilung für Geriatrie am Zentrum für Allgemeinmedizin und Geriatrie der Universitätsmedizin Mainz haben den Gesamtzustand der ihnen anvertrauten

Über die Verlängerung der Förderung der Stiftungsprofessur Geriatrie an der Universitätsmedizin Mainz freuen sich (v.l.n.r.) Ingo Nehrbaß (Geschäftsführer der G. und I. Leifheit Stiftung), Prof. Dr. Roland Hardt (Leiter der Abt. für Geriatrie am Zentrum für Allgemeinmedizin und Geriatrie der Universitätsmedizin Mainz und Inhaber der Stiftungsprofessur für Geriatrie), Dr. Josef Peter Mertes (stv. Vorsitzender der G. und I. Leifheit Stiftung) und Univ.-Prof. Dr. Norbert Pfeiffer (Vorstandsvorsitzender und Medizinischer Vorstand der Universitätsmedizin Mainz); Bildquelle: Peter Pulkowski / Universitätsmedizin Mainz

Menschen im Blick und nicht nur ein bestimmtes Symptom. Um sowohl alterstypische Mehrfacherkrankungen, körperlich-funktionelle Defizite, als auch mentale und psychische Probleme sowie das soziale Umfeld der Patient:innen zu erfassen, führen die Expert:innen zusätzlich zu den klassischen ärztlichen Untersuchungsmethoden ein sogenanntes geriatrisches Assessment durch. Die Therapie ist sowohl inter- als auch multidisziplinär angelegt. Ziel ist es, den funktionellen Status und die Lebensqualität des älteren Patienten zu verbessern und seine Autonomie zu fördern.

„Die Zusage der Universitätsmedizin Mainz das Fortbestehen der Geriatrie kurzfristig durch“ eine Erhöhung der Bettenzahl und mittelfristig durch die Einbeziehung in den ‚Baumasterplan‘ maßgeblich weiterzuentwickeln, hat dem Vorstand der G. und I. Leifheit Stiftung die Entscheidung erleichtert, die Stiftungsprofessur um zwei weitere Jahre zu verlängern“, erklärt Ingo Nehrbaß, Geschäftsführer der G. und I. Leifheit Stiftung Nassau, und verweist auf das Anliegen der Stiftung, älteren Menschen die bestmögliche medizinische, therapeutische und pflegerische Versorgung zukommen zu lassen.

Durch vielfältiges Engagement ist es in den letzten Jahren sehr gut gelungen, die universitäre Geriatrie zu stärken – inklusive der für die Zukunft unserer Gesellschaft so wichtigen studentischen Lehre. Studierende der Universitätsmedizin Mainz befassen sich bereits während ihres Studiums mit geriatrischen Themen. Zudem erhalten sie die Chance, in der eigenen universitären geriatrischen Abteilung praktische Erfahrungen sammeln zu können. Das ist im bundesweiten Vergleich keine Selbstverständlichkeit in einem Studium der Humanmedizin.

Auch im Bereich Forschung ist der Inhaber der Stiftungsprofessur aktiv. So hat er beispielsweise die Federführung Forschungsprojekt GerNe – Geriatrisches Netzwerk. Derzeit werten die Wissenschaftler:innen die gewonnenen Daten des vom Innovationsfonds geförderten Projektes aus. Mit den nach der Evaluation zur Verfügung stehenden Erkenntnissen können Aussagen darüber getroffen werden, wie eine engere, strukturierte Verzahnung der stationären und ambulanten Versorgung geriatrischer Patienten erreicht werden kann.

Prof. Dr. Roland Hardt, Leiter der Abt. für Geriatrie am Zentrum für Allgemeinmedizin und Geriatrie der Universitätsmedizin Mainz und Inhaber der Stiftungsprofessur für Geriatrie, erläutert: „Die Anzahl geriatrischer, häufig multimorbider Patient:innen und Patienten, die komplexe Erkrankungen aufweisen, steigt stetig. Aufgrund des demografischen Wandels, der wachsenden Komplexität von diagnostischen und therapeutischen Prozessen und des damit einhergehenden spezifischen Behandlungsbedarfs, rechnen wir für universitäre geriatrische Abteilung damit, dass sich die Leistungszahlen stark erhöhen werden. Auch im Namen unseren Patientinnen und Patienten sowie unseren Netzwerk- und Kooperationspartnern bedanke ich mich daher sehr für die weitsichtige und zukunftsweisende Entscheidung der Stiftung, die Förderung fortzuführen.“

Die Geriatrie befasst sich mit den körperlichen, geistigen, funktionellen und sozialen Bedingungen der akuten, chronischen, rehabilitativen, präventiven Behandlung und Pflege alter Patienten – auch am Lebensende. Bei geriatrischen Patient:innen treten Krankheiten nicht selten anders in Erscheinung als bei Jüngeren, was ihre Diagnose erschwert. Zudem weisen die Patient:innen häufig ein gewisses Maß an Gebrechlichkeit auf und leiden an mehreren, teilweise auch chronischen Erkrankungen. Dies erschwert es, spezifische Krankheitserscheinungen gezielt zu behandeln. Die typische geriatrische Patientenklientel bilden über 80-Jährige. Im Jahr 2050 wird voraussichtlich jede:r siebte Bundesbürger:in dieses Alter erreicht haben – bundesweit rund zehn Millionen Menschen.

Zur Person Professor Dr. Roland Hardt:

Professor Dr. Roland Hardt ist seit 27 Jahren in der Altersmedizin tätig. Er studierte Humanmedizin an der Justus-Liebig-Universität Gießen, wo er 1986 auch promovierte. Nach verschiedenen Stationen ärztlicher Tätigkeit, u.a. als Chefarzt der Geriatrischen Klinik St. Irminen der Vereinigten Hospitien in Trier, legte er 1996 seine Habilitation für das Fach Geriatrie an der Universität Witten/Herdecke ab. 2003 habilitiert er um an die Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU). Seit 2004 ist er apl. Prof. an der JGU und lehrt das Querschnittsfach Medizin des Alters und des alternden Menschen. Von 2005 bis August 2016 war er als Chefarzt der Geriatrischen Klinik – Geriatrische Schlaganfalleinheit im Katholischen Klinikum Mainz tätig. Seit dem 1. September 2016 ist der 61-Jährige Leiter der Abteilung für Geriatrie am Zentrum für Allgemeinmedizin und Geriatrie der Universitätsmedizin Mainz, seit 2018 Inhaber der Stiftungsprofessur für Geriatrie.

Geriatrie an der Universitätsmedizin Mainz freuen sich (v.l.n.r.) Ingo Nehrbaß (Geschäftsführer der G. und I. Leifheit Stiftung), Prof. Dr. Roland Hardt (Leiter der Abt. für Geriatrie am Zentrum für Allgemeinmedizin und Geriatrie der Universitätsmedizin Mainz und Inhaber der Stiftungsprofessur für Geriatrie), Dr. Josef Peter Mertes (stv. Vorsitzender der G. und I. Leifheit Stiftung) und Univ.-Prof. Dr. Norbert Pfeiffer (Vorstandsvorsitzender und Medizinischer Vorstand der Universitätsmedizin Mainz);

Über die Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz

Die Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz ist die einzige medizinische Einrichtung der Supramaximalversorgung in Rheinland-Pfalz und ein international anerkannter Wissenschaftsstandort. Sie umfasst mehr als 60 Kliniken, Institute und Abteilungen, die fächerübergreifend zusammenarbeiten und jährlich mehr als 320.000 Menschen stationär und ambulant versorgen. Hochspezialisierte Patientenversorgung, Forschung und Lehre bilden in der Universitätsmedizin Mainz eine untrennbare Einheit. Mehr als 3.500 Studierende der Medizin und Zahnmedizin sowie rund 700 Fachkräfte in den verschiedensten Gesundheitsfachberufen, kaufmännischen und technischen Berufen werden hier ausgebildet. Mit rund 8.700 Mitarbeitenden ist die Universitätsmedizin Mainz zudem einer der größten Arbeitgeber der Region und ein wichtiger Wachstums- und Innovationsmotor. Weitere Informationen im Internet unter www.unimedizin-mainz.de.

[Zahlen: Stand 2021]