Interessenteninformation Betreutes Wohnen Nassau

Herbst 2023

Sehr geehrte Interessentin, sehr geehrter Interessent,

wir freuen uns, dass wir aufgrund Ihrer Registrierung in unserer Interessentenliste die Möglichkeit haben, Sie über den aktuellen Stand des Projektes und das geplante Betreuungsangebot zu informieren.

Derzeit erreichen uns viele Anfragen, wann genau mit der Vermietung der Wohnungen begonnen wird und vor allem, mit welchen Mietpreisen zu rechnen ist. Wir bitten um Verständnis dafür, dass diese Fragen derzeit noch nicht mit der notwendigen Genauigkeit beantwortet werden können. Wie Sie wissen, sind die Preise für Baumaterialien und Handwerkerleistungen ständigen Veränderungen unterworfen. Der derzeitige Stand der Vergaben lässt eine abschließende Kalkulation noch nicht zu. Diese ist jedoch Voraussetzung dafür, Ihnen konkrete Mietangebote machen zu können.

Wir rechnen damit, dass die Wohnungen in etwa einem Jahr bezugsfertig sein werden. Es ist unsere Absicht, in etwa sechs Monaten mit der Vermietung zu beginnen. Dann werden wir Ihnen auch konkrete Mietpreise nennen können. Bei der Vergabe der Wohnungen werden wir unsere registrierten Interessentinnen und Interessenten bevorzugt behandeln. Das bedeutet, dass Sie unser Vermietungsangebot erhalten werden, bevor wir dies der allgemeinen Öffentlichkeit zugänglich machen.

Nach dem Abriss der Bestandsgebäude und dem Abschluss der umfangreichen Erdarbeiten wächst unser Bauvorhaben seit einigen Monaten zügig in die Höhe. Auf den folgenden Seiten informieren wir Sie über das architektonische Konzept unserer Anlage , die Größe und Zuschnitt der unterschiedlichen Wohnungstypen und nicht zuletzt über das geplante Betreuungsangebot.

Starten wollen wir aber mit einem Blick auf die Baustelle. Dazu nachfolgend einige Fotos, aufgenommen Mitte Oktober 2023.

Das architektonische Konzept unserer Anlage

Im malerischen Herzen von Nassau entstehen 35 Wohnungen mit unterschiedlicher Aufteilung, Zimmeranzahl und Größe für verschiedene Bewohner-Bedürfnisse. Die Lage erlaubt kürzeste fußläufige Wege zur Versorgung, Bewegung und Erholung. Ortstypische Architekturelemente der insgesamt sieben Einzelgebäude sorgen dafür, dass sich die Anlage in das vorhandene Ortsbild einfügt.

Die Baukörper mit ortstypischen Abmessungen erlauben zugleich Ruhe und Gemeinschaft in der Ensemblemitte und Öffnungen zur Nachbarschaft. Gemeinschaftliche Grün- und Freiräume sorgen für Aufenthaltsqualität für Be- und Anwohner.

Die einzelnen Etagen werden über eine Liftanlage erschlossen. Alle Wohnungen erhalten eigene Frischluft-Wohnungszugänge, die von überdachten Laubengängen aus barrierefrei erreicht werden. Hinter den Türen öffnen sich barrierefreie, komfortable Wohnräume, Schlafzimmer und Bäder. Alle Wohnungen erhalten eine Einbauküche mit Herd und Spülmaschine.

Sämtliche Wohnungen erhalten private Balkone oder Terrassen.

Neben einem kleinen Abstellraum innerhalb der Wohnungen steht jeder Wohnung ein eigenes Kellerabteil zur Verfügung. Autofahrende Bewohner können bequeme und sichere Tiefgaragen-Stellplätze anmieten.

Vielfältige Blickbeziehungen auf den Laubengängen sollen für rege Kommunikation der Bewohner untereinander sorgen. Ein großzügiger Gemeinschaftsraum mit baumbestandener Terrasse steht für Zusammentreffen und kleine Feierlichkeiten zur Verfügung.

Alle Gebäude erhalten eine hochwärmegedämmte mehrschalige Außenwandkonstruktion. Die Fassaden werden mit Klinkerriemchen in einer angenehm warmen und harmonischen Farbgebung verkleidet. Hochwärmegedämmte Fenster und Türen tragen mit dazu bei, dass im Winter die Kälte und im Sommer die Hitze draußen bleiben. Modernste, effiziente Energietechnik aus erneuerbaren Energien (Photovoltaikanlage und Wärmepumpe) sorgen für betriebskostengünstiges Wohnen und Wohlfühlen.

Die Wohnungen im Einzelnen

 Hier sehen Sie die 7 Einzelhäuser mit den jeweiligen Nummern.

Wohnungsangebot
WohnungTypFläche (ca. m²)HausGeschoss
WE 0.013 ZKB80,003EG
WE 0.023 ZKB86,003EG
WE 0.032 ZKB53,007EG
WE 1.012 ZKB57,0011.OG
WE 1.02 R*2 ZKB55,0011.OG
WE 1.032 ZKB49,0021.OG
WE 1.042 ZKB49,0021.OG
WE 1.052 ZKB49,0021.OG
WE 1.062 ZKB55,0031.OG
WE 1.072 ZKB54,0031.OG
WE 1.082 ZKB54,0031.OG
WE 1.092 ZKB51,0041.OG
WE 1.102 ZKB52,0041.OG
WE 1.111 ZKB47,0051.OG
WE 1.121 ZKB47,0051.OG
WE 1.132 ZKB56,0071.OG
WE 1.143 ZKB88,0071.OG
WE 2.012 ZKB56,0012.OG
WE 2.02 R*2 ZKB55,0012.OG
WE 2.032 ZKB49,0022.OG
WE 2.042 ZKB49,0022.OG
WE 2.052 ZKB50,0022.OG
WE 2.063 ZKB85,0032.OG
WE 2.073 ZKB85,0032.OG
WE 2.083 ZKB105,0042.OG
WE 2.091 ZKB48,0052.OG
WE 2.101 ZKB48,0052.OG
WE 2.111 ZKB47,0062.OG
WE 2.122 ZKB56,0072.OG
WE 2.132 ZKB59,0072.OG
WE 3.012 ZKB56,0013.OG
WE 3.02 R*2 ZKB55,0013.OG
WE 3.033 ZKB106,0043.OG
WE 3.043 ZKB100,0053.OG
WE 3.052 ZKB72,0063.OG
*   Diese Wohnung ist gem. DIN 18040-2 rollstuhlgerecht
** Ansatz von 50% / 25% der Balkon / Terrassen-Grundfläche

In der vorstehenden Tabelle sehen Sie die einzelnen Wohnungstypen und Wohnungsgrößen. In der ersten Spalte finden Sie auch die Geschosszahl (WE 3.05 bedeutet z.B., dass die Wohnung sich im 3. OG befindet).

Die Grundrisse

Auf den nachfolgenden zwei Seiten zeigen wir Ihnen die Grundrisse von 4 Wohnungen, die repräsentativ für die jeweiligen Wohnungstypen (ein Zimmer, zwei Zimmer, drei Zimmer) stehen. Da die Mehrzahl der Wohnungen 2-Zimmerwohnungen sind, haben wir von diesem Wohnungstypen zwei Beispiel-Grundrisse ausgewählt. Alle Flächenangaben sind unverbindlich.

Wohnungstyp 1: Ein-Zimmer-Wohnung in Haus 5

Wohnungstyp 2: Zwei-Zimmer-Wohnung in Haus 2

Wohnungstyp 3: Drei-Zimmer-Wohnung in Haus 4

Wohnungstyp 4: 2-Zimmer-Wohnung in Haus 1, rollstuhlgerecht

Das Betreuungskonzept

Wir beabsichtigen, bei dem Angebot von Betreuungsdienstleistungen mit der Stiftung Diakoniewerk Friedenswarte, Bad Ems, zusammenzuarbeiten. So unterschiedlich wie die Bedürfnisse eines jeden Menschen, so vielseitig ist auch das Angebot der Stiftung Diakoniewerk Friedenswarte. Ihre Leistungen reichen von Altenheimen über Betreutes Wohnen bis hin zu ambulanten Pflegediensten, die Sie auch im Betreuten Wohnen Nassau in den eigenen vier Wänden betreuen werden. Eines haben alle Angebote der Stiftung Diakoniewerk Friedenswarte gemeinsam: Der Mensch steht immer im Mittelpunkt.

Im Betreuten Wohnen Nassau leben die Mieterinnen und Mieter in einer eigenen, barrierefreien, altersgerechten Wohnung mit Betreuungsservice. Diese Wohnform eignet sich in erster Linie für Senioren, die noch selbstständig leben möchten und gleichzeitig sicher sein wollen bei Bedarf schnell und zuverlässig Hilfe zu erhalten.

Die Wohnungen sind altersgerecht ausgestattet und in eine Wohnanlage integriert, die soziale Kontakte der Bewohner untereinander fördert. Der Umzug in eine Betreute Wohnung hat den Vorteil, dass zusätzlich zur Unterkunft verschiedene Betreuungsleistungen angeboten werden. Diese Zusatzleistungen dienen dazu das eigenständige Wohnen zu erleichtern und vorhandene Fähigkeiten möglichst lang zu erhalten.

Die Mieterinnen und Mieter können hierbei ihre individuellen Bedarfe direkt mit den Mitarbeitenden der Stiftung Diakoniewerk Friedenswarte besprechen. Hierfür steht zur persönlichen Kontaktaufnahme ein Büro in der Wohnanlage zur Verfügung, das zu festgelegten Bürozeiten aufgesucht werden kann.

Mit ihrem Service- und Dienstleistungskonzept „Selbstbestimmt und sicher im Alter leben“ wird die Stiftung Diakoniewerk Friedenswarte in Kooperation mit uns den Mieterinnen und Mietern einen modular aufgebauten Versorgungs- und Betreuungskatalog anbieten.

Die vielfältigen Dienstleistungsangebote bieten den Mieterinnen und Mietern umfangreiche Unterstützungsmöglichkeiten. So können hauswirtschaftliche Dienstleistungen wie Reinigung, Wäschepflege und Unterstützung im Haushalt in Anspruch genommen werden, um den Alltag zu erleichtern. Bei entsprechenden Pflegebedarfen stehen Pflegeleistungen zur Verfügung, um beispielsweise bei der Körperpflege, Medikamenteneinnahme und anderen gesundheitlichen Bedürfnissen zu unterstützen.

Betreuungsleistungen fördern die soziale Integration und das Wohlbefinden. Diese umfassen soziale Aktivitäten, die Begleitung zu Arztterminen und Spaziergänge. Ein Einkaufsdienst steht zur Verfügung, um Besorgungen zu erledigen, wenn die Mieterinnen und Mieter nicht selbst dazu in der Lage sind. Zusätzlich kann Essen auf Rädern geliefert werden, um eine ausgewogene und bedarfsgerechte Ernährung sicherzustellen.

Ausblick

Im Dezember wollen wir das Richtfest für unsere Anlage feiern und dann zügig mit dem Innenausbau beginnen. Wie eingangs bereits erwähnt, können Sie in etwa sechs Monaten mit einer konkreten Information über die Mietangebote in unserer Anlage für Betreutes Wohnen rechnen.

Wir freuen uns über Ihr anhaltendes Interesse und bitten Sie bis dahin noch um etwas Geduld. Bleiben Sie uns gewogen!

Freundliche Grüße

LIB Leifheit Immobilien und Beteiligungen GmbH, Nassau

Hospiz Nassau / Spatenstich 06. September 2023

Spatenstich Hospiz Nassau…was lange währt wird endlich gut

Autor: Ingo Nehrbaß / Geschäftsführer G. und I. Leifheit Stiftung

Mehr als acht Jahre ist es nun her, dass die ersten Gespräche mit der G. und I. Leifheit Stiftung über den Bau eines Hospizes in Nassau stattfanden.
Jetzt, nach mehreren Anläufen in Bezug auf Standort, Betreiber und Organisationsstruktur, konnte der erste Spatenstich am Mittwoch, den 6. September 2023 in Nassau, Am Sauerborn 4 vorgenommen werden.

Bei Kaiserwetter kamen die Beteiligten und Förderer zusammen, um diesen ersten Schritt zu würdigen. Dabei betonte Herr Dr. Martin Schencking, Initiator des Hospizes und Vorsitzender des Fördervereins Stationäres Hospiz Rhein-Lahn, dass dieses Hospiz allen Bürgern des Rhein-Lahn Kreises „gehören“ wird.

Im Namen der Stadt Nassau dankte der erste Beigeordnete der Stadt Nassau, Herr Ulrich Pebler, für das unermüdliche Engagement der Beteiligten und wies darauf hin, dass das Hospiz dauerhaft auf Spenden angewiesen sein wird.
Unser stellvertretender Vorsitzende, Herr Dr. Josef Peter Mertes, betonte sehr froh darüber zu sein, dass die Finanzierung des Hospizes nun mit Hilfe der Förderer gesichert ist und verdeutlichte, dass man auch in Zukunft mit der Unterstützung durch die G. und I. Leifheit Stiftung rechnen dürfe.

Auch der Vertreter der Else Schütz Stiftung gGmbH, Herr Dr. Johann Christian Meier gratulierte zum ersten Spatenstich und würdigte dabei das tolle Ambiente mit Blick auf die Burg Nassau.
Im Anschluss hatte unsere erste Vorsitzende, Frau Ilse Leifheit, die Ehre zusammen mit Herrn Dr. Johann Christian Meier das Baustellenschild des G. und I. Leifheit Hospizes zu enthüllen.

Das Schlusswort schließlich war dem Vertreter der Löwenstein Familien Stiftung, Herrn Dennis Flosdorff, vorbehalten, der dabei betonte, dass er kein „Schlusswort“ spreche, sondern mit seinen Worten eher einen Startschuss für ein regional überaus wichtiges Projekt geben wolle.
Bis zum Jahresende soll der Rohbau stehen und bei weiter erfolgreichem Verlauf der Baumaßnahme bis zum Herbst 2024 die Fertigstellung erfolgen.

Ingo Nehrbaß / Geschäftsführer G. und I. Leifheit Stiftung

https://rzepaper.rhein-zeitung.de/webreader-v3/index.html#/646736/19

Grußwort G. und I. Leifheit-Stiftung Nassau anlässlich Spatenstich Hospiz Nassau am 06.09.2023

Autor: Dr. Josef-Peter Mertes, stellvertretender Vorsitzender G. und I. Leifheit Stiftung

Sehr geehrte Anwesende, liebe Frau Leifheit,

ich danke Ihnen dafür, dass ich bei diesem Spatenstich für das stationäre Hospiz für unsere G. und I. Leifheit-Stiftung ein Grußwort sprechen darf. Dies darf ich im Namen unseres Vorstandes, insbesondere jedoch von Frau Ilse Leifheit, unserer Vorsitzenden sprechen. Sie hat großen Anteil daran, dass wir als Stiftung über die finanziellen Mittel verfügen, um dieses für die Stadt und die Region bedeutsame Vorhaben, das wir heute beginnen, umfänglich zu unterstützen.

Meine erste Aktennotiz zur Idee, ein stationäres Hospiz in Nassau zu errichten, stammt aus dem Juli 2015. Den Spatenstich als Zeichen des Baubeginns begehen wir nun im September 2023. Das sind 8 Jahre der Lobbyarbeit und der Diskussion, der Schaffung der rechtlichen und ökonomischen Voraussetzungen, der Standortsuche, der Trägerdiskussion und letztlich der konkreten Planung und Beauftragung.

Daher gestatten Sie mir zu sagen: Was lange währt, wird endlich gut!“ Eine Vision, ein Traum geht in Erfüllung.

Hospiz ist vom latainischen „hospitium“ abgeleitet und bedeutet Herberge und Gastfreundschaft. Die moderne Hospizbewegung knüpft an eine christlich-mittelalterliche Tradition an. Hospize waren Herbergen entlang von Pilgerwegen. Das Leben galt als Reise und man verstand sich als Gast auf Erden. In den Hospizen erhielten die Pilger Stärkung, Schutz, Pflege und Hilfe. Hieran knüpfte die englische Ärztin Cicely Saunders an und errichtete 1967 das „St. Christophers Hospice“ als besondere Herberge für sterbende Menschen in London.

Von Saunders stammt das Zitat: „Sie sind uns bis zum letzten Augenblick ihres Lebens wichtig, und wir werden alles tun, damit sie nicht nur in Frieden sterben, sondern bis zuletzt leben können“.

Sterben ist Leben – Leben vor dem Tod. Im Zentrum der Arbeit in unserem Hospiz Nassau, bei dem wir heute symbolisch mit dem Neubau beginnen, würde die Würde des Menschen am Lebensende und der Erhalt größtmöglicher Autonomie im Mittelpunkt stehen.

Selbst bin ich seit 2001 der Hospizarbeit verbunden und habe die positive Entwicklung eines Hospizes begleitet. Die Erfahrungen, die in Trier, aber auch in anderen stationären Hospizen gesammelt wurden, sind in die Vorbereitung unseres Nassauer Hospizes eingeflossen.

Ich bin sicher, dass zu den Inhalten der Hospizarbeit hier und heute von einigen Rednern die richtigen Worte gesagt werden; daher will ich zum Schluss kommen.

Die Leifheit-Stiftung, für die ich heute hier sprechen darf, fördert den Bau und leistet Anschubfinanzierung. Unser Stifter, Herr Günter Leifheit, hätte sicher seine Freude daran, dass wieder einmal hier in Nassau – allerdings für den gesamten Kreis und darüber hinaus bedeutsam – das stationäre Hospiz erreichtet werden kann.

So werden seine Stiftungsmittel in dem Sinne eingesetzt, der auch für den Leifheit-Campus, unserer neuen Einrichtung für das Betreute Wohnen, dem Kulturhaus und vielen anderen Initiativen steht: „Es muss den Menschen dienen!“

In diesem Sinne wünsche in für die Bauphase und der später im Neubau stattfindenden Hospizarbeit von Herzen alles Gute.

Dr. Josef-Peter Mertes, stellvertretender Vorsitzender G. und I. Leifheit Stiftung

Mühlbachpark Stiftung Scheuern

Der Geschäftsführer der G. und I. Leifheit Stiftung besichtigt neuen Spiel- und Bewegungsplatz „Mühlbachpark“ der Stiftung Scheuern

Das musste er natürlich gleich mal testen: Als Ingo Nehrbaß, Geschäftsführer der G. u. I. Leifheit Stiftung, im Januar den kurz zuvor fertiggestellten Mühlbachpark der Stiftung Scheuern besuchte, probierte er umgehend einige der funkelnagelneuen Bewegungs- und Fitnessgeräte aus, die hier seit Kurzem zur Verfügung stehen. Dass der barrierefreie, inklusive Spiel- und Bewegungsplatz Realität werden konnte, ist nicht zuletzt der G. und I. Leifheit Stiftung zu verdanken: Sie hat das Projekt überaus großzügig mit insgesamt 50.000 Euro gefördert. Wolfgang Grüttner, bis Ende 2022 Leiter der Stabsstelle Planung und Entwicklung bei der Stiftung Scheuern und Projektleiter Mühlbachpark, erklärte Ingo Nehrbaß bei einem Rundgang Aufbau und Zonierung des Parks und ging auf die vielfältigen Nutzungsmöglichkeiten ein.

Rückblick: Im September 2019 ging bei der Stiftung Scheuern die Campusentwicklung an den Start – ein etwa einjähriger, von der Stadt-Land-plus GmbH begleiteter Prozess der Ideenfindung, aus dem sich der Mühlbachpark als erstes zu realisierendes Projekt herauskristallisierte. Vor allem die Bewohnerinnen und Bewohner der Stiftung Scheuern hatten sich einen solchen Ort der Bewegung und Begegnung für Menschen mit und ohne Behinderung gewünscht.

Sehr interessiert zeigte sich Ingo Nehrbaß auch an der seit Juni 2016 bestehenden Kooperation zwischen der Stiftung Scheuern und dem Leifheit-Campus, die nach dem Prinzip von Besuch und Gegenbesuch Einblicke in die jeweils andere Lebenswelt bietet und auf diese Weise das Verständnis füreinander fördert. Zudem hatten einige Lernerinnen und Lerner des Leifheit-Campus in einem Workshop zur Stadtteilentwicklung Ideen zur Gestaltung des Geländes eingebracht. Einiges davon wie zum Beispiel ein kleiner Bereich mit Tieren – die beiden stiftungseigenen Ziegen sind an den zum Mühlbachpark gehörenden Hang neben der Grillhütte umgezogen – wurde aufgegriffen. Später stellten Wolfgang Grüttner und Sebastian Becker von der Stabsstelle Planung und Entwicklung dem betreffenden Schuljahrgang die Weiterentwicklung des Projekts vor. So enthält der Mühlbachpark neben den bereits erwähnten Spiel- und Fitnessgeräten einen Sinnesgarten und einen Ort zum Verweilen, Sich- Treffen und Austauschen.
Ein „Knackpunkt“ war die Finanzierung – umso mehr, als sich die Gesamtkosten wegen der rasanten Preisentwicklung im Zusammenhang mit der Energiekrise gesteigert haben. Zwei Weihnachts-Spendenaufrufe, der erste davon bereits zum Jahreswechsel 2019/2020, waren sehr hilfreich, reichten logischerweise aber nicht zur Finanzierung aus. Den entscheidenden Schub bekam das Vorhaben dank einer LEADER-förderung aus EU- und Landesmitteln und dank der Unterstützung großzügiger Sponsoren, zu denen die G. u. I. Leifheit Stiftung ganz vorne mit dazu gehört. Übrigens: Die ebenfalls von der G. u. I. Leifheit Stiftung geförderte, im Oktober 2017 eingeweihte Boulebahn integriert sich wunderbar in den neuen Mühlbachpark.
Was bei diesem Projekt besonders zu Buche geschlagen ist, wollte Ingo Nehrbaß von Wolfgang Grüttner wissen. „Neben den Bodenarbeiten waren das die Bewegungs- und Fitnessgeräte – besonders diejenigen, die von Menschen mit Behinderung allein genutzt werden können“, so Wolfgang Grüttner, der als Beispiele unter anderem das Rollstuhl- Karussell und die große Schaukel nannte. Auch in die Sicherheit habe man viel Geld investieren müssen.
Zugleich gab Grüttner Einblicke in die geplante Weiterentwicklung des Mühlbachparks als Ort, der die Menschen über die gemeinsame sportliche Betätigung hinaus mit einem gastronomischen Angebot zum Verweilen einlädt. Auch eine Zusammenarbeit mit der Stadt Nassau zur Pflege des Mühlbachparks wird langfristig angestrebt.

Fest steht: Bei den Menschen, die in der Stiftung leben und arbeiten, finden die Aktivitäts- Angebote direkt vor ihrer „Haustür“ bereits jetzt großen Anklang.

Und: Jetzt nach der heißen Phase der Corona-Pandemie stehen spannenden Unternehmungen wie zum Beispiel Spaß- Olympiaden für die Bewohner*innen der Stiftung, die von den Lerner*innen des Leifheit- Campus begleitet werden, nun nichts mehr im Weg.

Mühlbachpark Stiftung Scheuern

16. Dezember 2022

G. und I. Leifheit
Stiftung verlängert Stiftungsprofessur Geriatrie an der Universitätsmedizin Mainz

Professor Dr. Roland Hardt ist für weitere zwei Jahre als Inhaber benannt

Die G. und I. Leifheit Stiftung fördert die Stiftungsprofessur Geriatrie an der Universitätsmedizin Mainz für weitere zwei Jahre. Ziel der Förderung ist es, die inzwischen fest etablierte universitäre Altersheilkunde weiterzuentwickeln und den ihr angemessenen Platz in Krankenversorgung, Forschung und Lehre in Rheinland-Pfalz auch zukünftig zu sicher. Inhaber der Stiftungsprofessur für Geriatrie ist seit 2018 Herr Prof. Roland Hardt, Leiter der Abteilung für Geriatrie am Zentrum für Allgemeinmedizin und Geriatrie der Universitätsmedizin Mainz.

Univ.-Prof. Dr. Norbert Pfeiffer, Vorstandsvorsitzender und Medizinischer Vorstand der Universitätsmedizin Mainz, erklärt: „Unter allen Fächerkanonen der Universitätsmedizin Mainz hat die Disziplin des Fach Geriatrie seit seiner Etablierung eine immer größere Bedeutung erhalten. Und sie wird wegen der Alterung unserer Gesellschaft weiterwachsen, so die Prognosen. Unsere Bau- Masterplanung haben wir bereits dementsprechend gestaltet. Darüber hinaus werden sich durch die angestrebte Etablierung eines Helmholtz-Zentrums für Alternsforschung am Standort Mainz Anknüpfungspunkte für die Forschung und der Translation von Forschungsergebnissen in die klinische Anwendung ergeben. Die G. und I. Leifheit Stiftung optimiert dankenswerterweise mit ihrer fortgeführten Förderung der Stiftungsprofessur für Geriatrie die Rahmenbedingungen für eine erfolgreiche Gestaltung dieser Weiterentwicklungen.“

Die geriatrische Medizin geht über die organmedizinische Betrachtung der Patient:innen hinaus. Stiftungsprofessor Dr. Roland Hardt und sein Team der Abteilung für Geriatrie am Zentrum für Allgemeinmedizin und Geriatrie der Universitätsmedizin Mainz haben den Gesamtzustand der ihnen anvertrauten

Über die Verlängerung der Förderung der Stiftungsprofessur Geriatrie an der Universitätsmedizin Mainz freuen sich (v.l.n.r.) Ingo Nehrbaß (Geschäftsführer der G. und I. Leifheit Stiftung), Prof. Dr. Roland Hardt (Leiter der Abt. für Geriatrie am Zentrum für Allgemeinmedizin und Geriatrie der Universitätsmedizin Mainz und Inhaber der Stiftungsprofessur für Geriatrie), Dr. Josef Peter Mertes (stv. Vorsitzender der G. und I. Leifheit Stiftung) und Univ.-Prof. Dr. Norbert Pfeiffer (Vorstandsvorsitzender und Medizinischer Vorstand der Universitätsmedizin Mainz); Bildquelle: Peter Pulkowski / Universitätsmedizin Mainz

Menschen im Blick und nicht nur ein bestimmtes Symptom. Um sowohl alterstypische Mehrfacherkrankungen, körperlich-funktionelle Defizite, als auch mentale und psychische Probleme sowie das soziale Umfeld der Patient:innen zu erfassen, führen die Expert:innen zusätzlich zu den klassischen ärztlichen Untersuchungsmethoden ein sogenanntes geriatrisches Assessment durch. Die Therapie ist sowohl inter- als auch multidisziplinär angelegt. Ziel ist es, den funktionellen Status und die Lebensqualität des älteren Patienten zu verbessern und seine Autonomie zu fördern.

„Die Zusage der Universitätsmedizin Mainz das Fortbestehen der Geriatrie kurzfristig durch“ eine Erhöhung der Bettenzahl und mittelfristig durch die Einbeziehung in den ‚Baumasterplan‘ maßgeblich weiterzuentwickeln, hat dem Vorstand der G. und I. Leifheit Stiftung die Entscheidung erleichtert, die Stiftungsprofessur um zwei weitere Jahre zu verlängern“, erklärt Ingo Nehrbaß, Geschäftsführer der G. und I. Leifheit Stiftung Nassau, und verweist auf das Anliegen der Stiftung, älteren Menschen die bestmögliche medizinische, therapeutische und pflegerische Versorgung zukommen zu lassen.

Durch vielfältiges Engagement ist es in den letzten Jahren sehr gut gelungen, die universitäre Geriatrie zu stärken – inklusive der für die Zukunft unserer Gesellschaft so wichtigen studentischen Lehre. Studierende der Universitätsmedizin Mainz befassen sich bereits während ihres Studiums mit geriatrischen Themen. Zudem erhalten sie die Chance, in der eigenen universitären geriatrischen Abteilung praktische Erfahrungen sammeln zu können. Das ist im bundesweiten Vergleich keine Selbstverständlichkeit in einem Studium der Humanmedizin.

Auch im Bereich Forschung ist der Inhaber der Stiftungsprofessur aktiv. So hat er beispielsweise die Federführung Forschungsprojekt GerNe – Geriatrisches Netzwerk. Derzeit werten die Wissenschaftler:innen die gewonnenen Daten des vom Innovationsfonds geförderten Projektes aus. Mit den nach der Evaluation zur Verfügung stehenden Erkenntnissen können Aussagen darüber getroffen werden, wie eine engere, strukturierte Verzahnung der stationären und ambulanten Versorgung geriatrischer Patienten erreicht werden kann.

Prof. Dr. Roland Hardt, Leiter der Abt. für Geriatrie am Zentrum für Allgemeinmedizin und Geriatrie der Universitätsmedizin Mainz und Inhaber der Stiftungsprofessur für Geriatrie, erläutert: „Die Anzahl geriatrischer, häufig multimorbider Patient:innen und Patienten, die komplexe Erkrankungen aufweisen, steigt stetig. Aufgrund des demografischen Wandels, der wachsenden Komplexität von diagnostischen und therapeutischen Prozessen und des damit einhergehenden spezifischen Behandlungsbedarfs, rechnen wir für universitäre geriatrische Abteilung damit, dass sich die Leistungszahlen stark erhöhen werden. Auch im Namen unseren Patientinnen und Patienten sowie unseren Netzwerk- und Kooperationspartnern bedanke ich mich daher sehr für die weitsichtige und zukunftsweisende Entscheidung der Stiftung, die Förderung fortzuführen.“

Die Geriatrie befasst sich mit den körperlichen, geistigen, funktionellen und sozialen Bedingungen der akuten, chronischen, rehabilitativen, präventiven Behandlung und Pflege alter Patienten – auch am Lebensende. Bei geriatrischen Patient:innen treten Krankheiten nicht selten anders in Erscheinung als bei Jüngeren, was ihre Diagnose erschwert. Zudem weisen die Patient:innen häufig ein gewisses Maß an Gebrechlichkeit auf und leiden an mehreren, teilweise auch chronischen Erkrankungen. Dies erschwert es, spezifische Krankheitserscheinungen gezielt zu behandeln. Die typische geriatrische Patientenklientel bilden über 80-Jährige. Im Jahr 2050 wird voraussichtlich jede:r siebte Bundesbürger:in dieses Alter erreicht haben – bundesweit rund zehn Millionen Menschen.

Zur Person Professor Dr. Roland Hardt:

Professor Dr. Roland Hardt ist seit 27 Jahren in der Altersmedizin tätig. Er studierte Humanmedizin an der Justus-Liebig-Universität Gießen, wo er 1986 auch promovierte. Nach verschiedenen Stationen ärztlicher Tätigkeit, u.a. als Chefarzt der Geriatrischen Klinik St. Irminen der Vereinigten Hospitien in Trier, legte er 1996 seine Habilitation für das Fach Geriatrie an der Universität Witten/Herdecke ab. 2003 habilitiert er um an die Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU). Seit 2004 ist er apl. Prof. an der JGU und lehrt das Querschnittsfach Medizin des Alters und des alternden Menschen. Von 2005 bis August 2016 war er als Chefarzt der Geriatrischen Klinik – Geriatrische Schlaganfalleinheit im Katholischen Klinikum Mainz tätig. Seit dem 1. September 2016 ist der 61-Jährige Leiter der Abteilung für Geriatrie am Zentrum für Allgemeinmedizin und Geriatrie der Universitätsmedizin Mainz, seit 2018 Inhaber der Stiftungsprofessur für Geriatrie.

Geriatrie an der Universitätsmedizin Mainz freuen sich (v.l.n.r.) Ingo Nehrbaß (Geschäftsführer der G. und I. Leifheit Stiftung), Prof. Dr. Roland Hardt (Leiter der Abt. für Geriatrie am Zentrum für Allgemeinmedizin und Geriatrie der Universitätsmedizin Mainz und Inhaber der Stiftungsprofessur für Geriatrie), Dr. Josef Peter Mertes (stv. Vorsitzender der G. und I. Leifheit Stiftung) und Univ.-Prof. Dr. Norbert Pfeiffer (Vorstandsvorsitzender und Medizinischer Vorstand der Universitätsmedizin Mainz);

Über die Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz

Die Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz ist die einzige medizinische Einrichtung der Supramaximalversorgung in Rheinland-Pfalz und ein international anerkannter Wissenschaftsstandort. Sie umfasst mehr als 60 Kliniken, Institute und Abteilungen, die fächerübergreifend zusammenarbeiten und jährlich mehr als 320.000 Menschen stationär und ambulant versorgen. Hochspezialisierte Patientenversorgung, Forschung und Lehre bilden in der Universitätsmedizin Mainz eine untrennbare Einheit. Mehr als 3.500 Studierende der Medizin und Zahnmedizin sowie rund 700 Fachkräfte in den verschiedensten Gesundheitsfachberufen, kaufmännischen und technischen Berufen werden hier ausgebildet. Mit rund 8.700 Mitarbeitenden ist die Universitätsmedizin Mainz zudem einer der größten Arbeitgeber der Region und ein wichtiger Wachstums- und Innovationsmotor. Weitere Informationen im Internet unter www.unimedizin-mainz.de.

[Zahlen: Stand 2021]